Momentan unterliegt Augmented Reality einem starken Hype. Die Faszination der Technik überlagert bei vielen Anwendungen noch das eigentliche Kommunikationsziel: Die Marke und das Produkt. Doch es gibt auch zahlreiche starke Konzepte bei denen nicht die Technik selbst die Botschaft ist.

 

Doch wie lässt sich nach der Begeisterung für die Technik langfristig Interesse wecken? In der Einkaufspassage wird der Passant mit Angebotsschildern gelockt, im Internet schlagen uns Algorithmen neue passende Angebote vor. Aber wie schafft es ein Produkt in der Augmented Reality den Benutzer zu überraschen und sein Interesse zu wecken?

Käuferinteresse durch Käuferinteraktion

Dafür ist eine sinnhafte Verbindung von Produkt und Nutzerinteraktion Voraussetzung. Ein passendes Beispiel ist hier der Case von LEGO | Digital Box (www.golem.de). Dem Kunden wird ein echter Mehrwert mit der Installation geboten. Das Interesse am Produkt kann über die Augmented Reality Anwendung nicht nur geweckt, sondern auch befriedigt werden. Dieser Mechanismus weckt neues Interesse für die Marke. Dies mag im Kontext von Kinderspielzeug einfacher zu erreichen sein, als bspw. in der Automobilindustrie, aber auch IKEA versteht sich darin mit ihrer App ein wirkliches Bedürfnis beim Kunden erkannt zu haben und zu bedienen. Ihre AR-App geht über die reine Faszination der Technik hinaus und weckt durch den direkten Mehrwert Interesse an der Produktpalette. (www.horizont.net) Die Nutzung sollte hierbei in unterschiedliche Kapitel unterschieden werden: Der Grund, die App zu öffnen, kann ganz unterschiedlich ausfallen und ist beim ersten Installieren nicht der selbe wie beim wiederholten Öffnen. Klappt das Tracking? Wie immersiv ist die Anwendung? Reicht die Produktpalette? Wie einfach gestaltet sich das GUI? Erst wenn diese Fragen nach dem ersten Öffnen beantwortet wurden, kann der Benutzer seine Bedürfnisse in die Anwendung projizieren. Erst danach steht das Produkt im Fokus und die Anwendung kann Interesse an Produktneuheiten und der Marke wecken.