Sprachassistenten und Sprachsteuerung im Eventmarketing

Der große Vorteil der Sprachsteuerung liegt auf der Hand: Höchste Convenience durch schnellste Bedienung – und das Ganze noch freihändig. Denn: Der Mensch spricht noch immer schneller als er schreibt oder tippt. Und so wundert es nicht, dass „Voice“ neben „KI“ als einer der neuen richtungsweisenden Trends im Marketing betrachtet wird. Doch auch im Event- und Messekontext bringt die freihändige Steuermöglichkeit viele neue Einsatzfelder mit sich und wird die Art wie Menschen mit Maschinen interagieren nachhaltig prägen.

 

Der erste große mediale Aufschlag gelang Apple mit ihrem Sprachassistenten Siri. Anfang 2011 wurde die persönliche Assistentin gelauncht und verzeichnete bereits 2016 rund 2 Milliarden Anfragen pro Woche auf den Servern von Apple – Tendenz steigend. Seitdem sind weitere Sprachassistenten auf den Markt gedrängt: Amazon, Google, Microsoft, Samsung, IBM und auch Facebook überzeugen mit immer neuen Möglichkeiten.

 

Wechselwirkung Mensch und Maschine

Ein prägnanter Use Case findet sich in der Auto-Navigation. Funktionierte die Steuerung der Navigation vor kurzer Zeit noch ausschließlich in eine Richtung, so richtet sich die Wegbeschreibung nicht nur mehr von der Maschine zum Menschen, sondern interagiert bidirektional. Dem Fahrer ist es nun möglich nicht mehr nur dem vorgegebenen Weg per Akustik zu folgen, sondern auch auf die Orts- und Wegbeschreibung per Stimme einzuwirken. Das vormals geschlossene System hat sich geöffnet und scheint gleichwertig mit seinem Benutzer im Dialog zu agieren. Wer einmal seine Navigation erfolgreich per Sprachbefehl geändert hat statt bei hohem Tempo auf einen Touchscreen zu tippen, kann diese realen Vorteile gut nachvollziehen.

 

Dieses Prinzip lässt sich gut auf digitale Services und interaktive Exponate übertragen. Navigiert sich hier der Benutzer zwar nicht durch Wegbeschreibungen, sondern durch Markeninhalte und Produktpräsentationen, so genießt er trotzdem die gleichen Vorteile: Die Hände des Benutzers bleiben frei; der haptischen Auseinandersetzung mit Produkten, Installationen und Baulichem sind keine körperlichen Grenzen gesetzt. Des Weiteren bedarf es zur Steuerung keiner gelernten Gesten. Bei einer ausgearbeiteten Integration von Steuerbefehlen funktioniert das Einwirken des Benutzers intuitiv und kommt einem Gespräch gleich. Entscheidend für den Erfolg ist hierbei eine kluge Konzeption und ein hochwertiges UX-Design. Sich lediglich auf die technischen Möglichkeiten zu verlassen wird nicht ausreichen.

 

Personalisierung und Individualisierung machen selbstverständlich auch beim sprachgesteuerten Installationen nicht halt. Gerade bei der dialogischen Struktur von Sprachsteuerung stellt die Aktualisierbarkeit von Informationen den wichtigsten Ausgangspunkt. Kontextsensitive Daten mit orts- oder zeitabhängigen Informationen können dem Benutzer niedrigschwellig zur Verfügung gestellt werden. Durch die Verknüpfung des Sprachassistenten mit Künstlicher Intelligenz und Machine Learning ist es möglich die Gewohnheiten und Eigenschaften des Benutzers in die Analyse einzubinden. Das System erlernt Besonderheiten und erkennt Muster und Bedürfnisse. Somit werden schon nach kürzester Zeit konkrete Sprachbefehle durch einen natürlichen Dialog ersetzt.

 

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